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Herzliche Einladung zu unseren Vorstellungen von
"Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden?"

am 12.-13. Dezember 2018 im tanzhaus nrw, Düsseldorf
im double-bill mit Marie-Lena Kaisers "Ariodante", 20 Uhr

Zu den Aufführungen steht ein Postkartenroman als begleitende Publikation zum Verkauf.

Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden?
Elsa Artmann und Samuel Duvoisin
Mit Diana Treder, Kelvin Kilonzo und Anne-Lene Nöldner

Für mehr Respekt vor Familien. (CDU)
Mehr Sicherheit für unsere Frauen und Töchter. (AfD)
Tod durch die Kugel - oder hinter Gitter, Couseng - für die Familie. (KMN Gang)

„Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden?“ ist eine Recherche an zwei Orten: Straße und Studio. Vor dem Hintergrund der Werbung für die Familie im Bundestagswahlkampf 2017 beginnen wir Gespräche darüber, was die Familie leistet und für wen, und ob sie vielleicht einmal eine Pause machen sollte - über die scheinbare Notwendigkeit und die Tücken von Zugehörigkeit. Wie würdest du für ein Ende der Familie werben?

"Hätten Sie von sich aus die Ehe erfunden?", fragt Max Frisch in seinem Fragebogen zur Ehe. Wir tauschen die Ehe aus durch die Familie. Was, wenn für die Mehrheit der Menschen das Versprechen von "privater" Erfüllung, von Fürsorge, von Intergenerationalität anderswo situiert wäre als in der Familie? Zugleich muss ich anerkennen: Bevor von einem Ich, das einmal etwas erfindet, überhaupt die Rede sein konnte, hat die Familie mich erfunden; und alle Kritik und allen Wunsch zur Veränderung muss ich im Zusammenspiel sehen mit meiner eigenen Inkorporierung familistischer Moral und Sentimentalität.

Foto: Arne Schmitt
Grafik: Ondine Pannet
Video: Ale Bachlechner

Eine Produktion von Elsa Artmann und Samuel Duvoisin
gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln
koproduziert durch das tanzhaus nrw
unterstützt durch das Artist-in-Residence-Programm
von Zentrum für Austausch und Innovation Köln

vergangene Termien
2., 3. November 2018, TanzFaktur, Köln